Was ist Wasserkraft?

Die natürliche Strömungsenergie des Wassers wird mithilfe von Turbinen oder Rädern in mechanische Arbeit umgewandelt. Durch Generatoren wird diese mechanische Energie in elektrische Energie übersetzt. Der Energiegewinn ist umso höher, je mehr Wasser aus möglichst großer Fallhöhe auf die Turbine trifft. Regionen mit großen Niederschlagsmengen und ausgeprägtem Gefälle sind somit ideal zur Erzeugung von Wasserkraft.
Obwohl Windkraft global den meisten Zuwachs verzeichnet, werden auch immer mehr Wasserkraftprojekte weltweit realisiert. Niederschlagreiche Länder wie Island oder Norwegen decken ihren Strombedarf sogar fast ausschließlich mit Wasserkraft. Das größte Wasserkraftwerk der Welt ist aktuell das 3- Schluchten Vorhaben in China mit einer Gesamtleistung von 22.500.000 MW.

Bei der Stromerzeugung mit Wasserkraft unterscheidet man grob Laufwasserkraftwerke (Flüsse) und Speicherwasserkraftwerke (Talsperren). Das Potential an Wasserkraftwerken ist nahezu ausgeschöpft, durch das Auslaufen von wasserrechtlichen Genehmigungen ist die installierte Leistung in den vergangenen Jahren rückläufig. 2019 wurden in Deutschland Wasserkraftwerke mit einer Leistung von ca. 5.500 MW betrieben.

Wie wird Wasserkraft eingesetzt?

Wasserkraftwerk

Je nach Einsatzmöglichkeit wird zwischen verschiedenen Arten von Wasserkraftwerken unterschieden. So wird beispielsweise bei einem Speicherkraftwerk ein Fluss zu einem künstlichen See aufgestaut. Neben der Stromerzeugung können Speicherkraftwerke auch zur Trinkwasserspeicherung verwendet werden. Eine andere Möglichkeit stellen Pumpspeicherkraftwerke dar: Zuerst wird mithilfe aktuell nicht benötigter Energie ein höhergelegenes Reservoir mit Pumpen befüllt. Tritt anschließend ein erhöhter Strombedarf auf, so kann durch das Kraftwerk zusätzliche Energie gewonnen werden. Damit tragen Pumpspeicherkraftwerke einen großen Beitrag zum Ausgleich von Lastspitzen im Netz bei. Bei niedrigerer Fallhöhe und relativ großer, jahreszeitlich oft mehr oder weniger stark schwankender Wassermenge werden häufig Laufwasserkraftwerke genutzt. Diese nutzen die Strömung des Flusses zur Stromerzeugung und werden aus wirtschaftlichen Gründen oft in Verbindung mit Schleusen gebaut.

Was sind die Vorteile von Wasserkraft?

Das Potenzial der Wasserkraft wurde schon in vorindustrieller Zeit geschätzt und zum Antrieb von Mühlen und Sägewerken genutzt. Heute ist Wasserkraft eine ausgereifte Technologie mit der weltweit ein sehr großer Anteil an erneuerbarer Energie erzeugt wird. Ähnlich wie bei der Windenergie wird auch bei dem Energiegewinnungsprozess von Wasserkraft kein Rohstoff verbraucht. Zusätzlich ermöglichen Pumpspeicherkraftwerke einen Ausgleich von Lastspitzen, wodurch viele andere Kraftwerke gar nicht erst gebaut werden müssen. Dank hohem Gefälle und vielen großen Flüssen sind die Bedingungen für Wasserkraftanlagen im Süden Deutschlands besonders günstig.

Wasserschleuse in Natur

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